haiku - erleben und staunen / haiku - experience and be asthonished

was ist haiku?
im ursprung ist ein haiku ein minimalistisches naturgedicht aus der zen-tradition. die leichtigkeit dieser poesie inspiriert zu einem kompletten umdenken bei der arbeit als naturfotograf. man bewegt sich weg von den klassisch-schönen landschafts- und pflanzenfotos. stattdessen setzt man die motive mit der kamera so ins bild, wie es die dichter der japanischen klassik pflegten: nicht als schönen zustand, sondern als zufälliges geschehen. der moment wird zum motiv. dabei kommt auch all das vor die linse, was verdorrt, matschig oder entwurzelt ist. das ergebnis sind reduzierte, teils abstrahierte aufnahmen, die durch ihre unaufgeregte unschärfe gängige ästhetische muster verlassen und den raum für das ganz persönliche erlebnis von schönheit öffnen.
 
das paradies vor den füßen
die alten japanischen dichter sahen sich nicht als besondere küstler, sie nannten sich gern einfach „haiku-mensch“. ein solcher haijin rang auch nicht um besondere themen für seine gedichte; eröffnete sich einfach, und sie fanden ihn. dieser gedanke inspiriert mich, wenn ich mit der kamera ein haiku dichten will. also, was fotografiere ich? nicht suchen, heißt es im zen. die motive seien längst da.
» ... wir sollten ein weilchen verharren, unseren atem ordnen und auf unsere füße hinabschauen; das nämlich bringt die ruhe des herzens, und das haiku entsteht in solchen augenblicken. « hier der link zu martin timm

 

ich möchte hier zum thema "haiku-fotografie" noch etwas hinzufügen; die bilder die hier zu sehen sind kommen so aus der kamera.

es gibt bei der durchsicht nur winzig kleine veränderungen. die änderungen beziehen sich auf helligkeit und klarheit im bild. bei der haiku-fotografie geht es darum, dass man mit der natur und der kamera im einklang ist und sich auf kleinigkeiten freut die einem vor die linse "springen". freut euch auf immer neue haiku-bilder.

 

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